CDU präsentiert Wahlkampfstrategie 2013: Dafür und Dagegen

Die Union will auch nach der Wahl weiter regieren. Gelingen soll das mit der neuen Wahlstrategie für 2013, welche gestern vorgestellt wurde.

Dafür und Dagegen Wahlkampfstrategie auf Merkel abgestimmt

Die Union liegt in den Umfragen vorn. Deshalb soll der Wahlkampf dieses Jahr auf alt bewährtes setzen und abgestimmt sein auf das Zugpferd, Angela Merkel. Die klare Aussage „Dafür und Dagegen“ passt perfekt zur Kanzlerin. Keine andere wie sie verkörpert die Wendigkeit der Union in allen Themen.

CDU Plakat zur Wahlkampfstrategie 2013
CDU Wahlplakat mit neuem Wahlmotto

Merkel selbst unterstützt diesen Kurs und bezeichnet die Strategie selbst als alternativlos. Dafür und dagegen zu sein, mehr geht nicht. Das fühlen sich alle Bürger angesprochen. Die Wähler sollen wissen, wer CDU wählt, der bekommt immer das, was gerade populär ist. Bei der Union ist man gut aufgehoben, egal ob konservativ, links, liberal, sozial, ökologisch oder was auch sonst. Die Wahlkampfstrategen sind sich sicher: Mit einem klaren Profil lassen sich heute keine Stimmen mehr holen. Die Leute wollen jemanden, der genau das macht, was gerade populär ist.

Aktuelles Beispiel hierfür ist die Wendung im Bezug auf die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften. Während eine Adoption und steuerliche Gleichstellung der Homo-Ehe mit der traditionellen im Dezember noch undenkbar war, stehe man dem Thema nun offen gegenüber und will noch vor der Wahl entsprechen Regelungen umsetzen.

Geschickte Wendigkeit, ist eine Stärke von Merkel. Vorbilder für ihr Talent hatte die in der DDR geborene nach der Wende genug. Damals gab es Scharen von Leuten die vor dem Umsturz ihren sozialistischen Staat hochhielten und danach schon immer gegen dieses unmenschliche Regime waren. Im Volksmund wurden sie auch Wendehälse genannt.

Das in Merkel auch das Wendehals-Gen schlummert, bewies sie eindrucksvoll, als Ihre Regierung zuerst strikt für eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken kämpfte. Nach Fukushima versicherte sie dann glaubhaft, dass Atomkraftwerke als Brückentechnologie so schnell wie möglich überwunden werden müssen. So wurden erste Atommeiler schneller abgeschaltet, als geplant.

Bildnachweis: Armin Linnartz – QuelleLizenz

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